Der Kulturverein Prenzlauer Berg hat dem 100. Gedenktag für den Völkermord an der Armeniern im Osmanischen Reich und dem Gedenken an die Opfer dieses Massakers an einem Volk eine Veranstaltung am 26. April 2015 gewidmet. In würdiger Form wurden im „ZENTRUM danziger50“ die Ursachen und Folgen dieser Ereignisse am Rande der Kriegsereignisse von 1915 und die Rolle von damaligen und heutigen Regierungen in ihrer Stellungnahme und Interpretation dieser Taten erläutert und bewertet. Eingeladen waren dazu armenische Repräsentanten und auch unser Verein beteiligte sich aktiv an der Durchführung.
Unser Verein dankt im Namen unserer Landsleute und der Nachkommen des „Aghet“ dem Vorsitzenden des Kulturvereins Prenzlauer Berg, André Henselmann, und dem gesamten Vorstand, dass dieses Thema aufgegriffen wurde. Wie die heutigen Interpretationen der Ereignisse unter der türkischen Regierung zeigen sind diese Taten, die 100 Jahre zurückliegen noch nicht aufgearbeitet. Lehren die zu ziehen sind, um künftige Vorgänge dieser Art zu vermeiden, sind noch nicht gezogen und es besteht weiterhin die Gefahr der Wiederholung und aktuelle Situationen belegen dies. Die anderthalb Millionen Armenier und die gleichfalls betroffenen Ethnien und Gruppen dürfen nicht vergessen werden, auch nicht nach mehr als 100 Jahren.





Es ist im Alltagsbewusstsein nicht verankert, dass es einen Genozid in Armenien gab, der auch noch maßgeblich durch das Deutsche Kaiserreich unterstützt wurde.
Die Fragestellung der Anerkennung des Völkermordes in Armenien 1915 wird innerhalb Europas sehr unterschiedlich beantwortet. Herr Dr. Gerayer Koutcharian sprach über die aktuelle Situation und der Berliner Künstler Archi Galentz stelte Exponate für eine Fotoausstellung zur Verfügung stellen. Musikalisch begleiteten die Künstler Nizamettin Ariç, Alexander Zerning und Norbert Grandl die Veranstaltung.