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2015 • 100 Jahre Aghet

Das Jahr 2015 besitzt für Armenier eine besondere Bedeutung. Es sind schon 100 Jahre vergangen als zum Ende des Osmanischen Reichs eine nationale Bewegung gegen die in diesem Staatengebilde lebenden Christen vernichtet und vertrieben werden sollten. Es kam zu einem Völkermord an einem ganzen Volk. Auch andere Christen, wie Aramäer und Pont-Griechen waren betroffen.

Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der jungtürkischen, vom Komitee für Einheit und Fortschritt gebildeten Regierung des Osmanischen Reichs. Bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, kamen je nach Schätzung zwischen 300.000 und mehr als 1,5 Millionen Menschen zu Tode. Aber auch jahrhundertalte Siedlungsgebiete von Armeniern wurden vertürkt. Es ist eine Schande für die betroffenen Nationen, insbesondere deren Regierungen, dass die Schuld und die Anerkennung der Ereignisse als Völkermord verweigert werden.

Die Deutsch-Armenische Initiative hat sich den Jahrestag zum Anlass genommen und an verschiedenen Aktivitäten mit armenischen und deutschen Bürgern beteiligt.