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Bundesrepublik Deutschland: Flagge

Die Flagge Deutschlands

oder Bundesflagge ist eine Trikolore aus drei gleichgroßen horizontalen Balken in Schwarz, Rot und Gold mit dem Seitenverhältnis 3:5.

Nationalfarben sind in Art. 22 des Grundgesetzes vom 23. Mai 1949 festgelegt

Historisch sind die Farben Schwarz-Rot-Gold seit Anfang des 19. Jahrhunderts ein Symbol für die Einigung Deutschlands. Entstanden in den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813 und abgeleitet aus den Uniformfarben des Lützowsche Freikorps, der Schwärzen Jäger. Ihre Uniformen waren schwarz gefärbt, die Ärmelaufschläge rot und die Messingknöpfe glänzten golden. Da von den Freischärlern Zivilkleidung und unterschiedliche Uniformen eingesetzt wurde, wurde alles schwarz eingefärbt, um eine einheitliche Uniformfarbe zu erreichen.
Aus der Schwärze der Knechtschaft durch blutige Schlachten ans goldene Licht der Freiheit.
Pulver ist schwarz, Blut ist rot, und golden lodert die Flamme.


Deutsche Nationalhymne


Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand
Blüh' im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Warum die deutsche Hymne nur eine gesungene Strophe hat.

Bedingt durch die historische Entwicklung im Laufe des 20. Jahrhunderts wird die Nation in Deutschland etwas in den Hintergrund gestellt. Der ursprüngliche Text vom "Lied der Deutschen" wird vorsichtiger behandelt, als dies andere Nationen in und mit ihren Hymnen tuen.
Offiziell wird nur die dritte Strophe benutzt und gesungen.

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  1. Der Text der deutschen Nationalhymne wurde 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) im Alter von 43 Jahren gedichtet. Als Melodie für sein patriotisches Lied nutzte er die Melodie der Kaiserhymne: "Gott erhalte Franz den Kaiser, unsern guten Kaiser Franz", die von Joseph Haydn auf den (Lothringer und Habsburger) Wiener Kaiser Franz II. komponiert wurde. So entsteht das "Lied der Deutschen" mit dem Text eines Preußen und der Musik eines Österreichers.
  2. Der Dichter lebte 1841 im Exil auf der Nordseeinsel Helgoland, die damals zu Großbritannien gehörte. Er war Professor für Germanistik an der Universität Breslau, das heute zu Polen gehört. Hoffmann war liberaler Demokrat und Mitglied der Göttinger und Bonner Burschenschaften.
  3. Das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" bestand seit 980 aus einer Vielzahl von kleinen und großen selbstständigen Ländern, locker vom deutschen Kaiser geführt. 1806 von "Kaiser Napoleon" aufgelöst, wurde das Kaisertum 1815 auf dem "Wiener Kongress" bei der Neuordnung auf Petition von süddeutschen Königen nicht geordnet. Eigenständige Staaten wurden als "Deutscher Bund" unter dem Kaiser in Wien weitergeführt. Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon war der Wille zu Unabhängigkeit und Freiheit im Volke geblieben. Die konservativen Herrscher fürchteten um ihre Macht, so verblieb ein autoritärer, reaktionärer Polizeistaat.

    Die Opposition lag bei den fortschrittlichen Burschenschaften, der Studentenbewegung. Diese forderten 1817 auf dem Wartburgfest und 1832 auf dem Hambacher Fest ein demokratisches, freies und geeintes Deutschland. 1848/49 entluden sich die Spannungen gegen Willkür und Reaktion in der deutschen 48er-Revolution. Im Ergebnis entstand aber kein deutscher Einheitsstaat, wie ihn Hoffmann von Fallersleben erträumte, obwohl sich ein deutsches Parlament in Frankfurt konstituierte.

    Im Deutschen Krieg von 1866 wurde die Einheit im Kampf zwischen dem (norddeutschen) Preußen und dem Deutschen Bund mit dem süddeutschen Österreich-Ungarn endgültig zerrissen. Die Reichsgründung 1871 nach dem preußischen Krieg gegen Frankreich einte den Norden unter einem preußischen "Kaiser der Deutschen" unter Ausschluss von Österreich im Süden.
  4. Als 1848 nach den revolutionären Ereignissen gegen die Reaktion in Frankfurt/Main eine erste deutsche Nationalversammlung zusammentrat wurde dieses "Lied der Deutschen" zukunftsweisend gesungen. 1871 bei der Reichsgründung unter Preußens Führung wird dieses Lied nicht zur Hymne. 1918 nach dem ersten Weltkrieg wird von der Besatzungsmacht das Lied verboten, aber 1922 erhebt der sozialdemokratische Reichspräsident es zur offiziellen Nationalhymne. Das Lied wird zum Schulstoff.

    1933 wird nur die erste Strophe von den Nationalsozialisten ausgewählt, um den Vorspann für das nazistische Horst-Wessel-Lied zu bilden.

    1952 wurde im Westteilstaat Deutschlands das Lied wieder zur Hymne mit drei musikalischen Strophen, aber nur die dritte Strophe wird mit ihrem Text gesungen. Es entsprach damit auch dem im Osten bestehenden Wunsch nach einer Vereinigung. Im Ergebnis der Niederlage im zweiten Weltkrieg und durch die Entwicklung im "Kalten Krieg" vertiefte sich aber die Spaltung zunächst von beiden Seiten.

    1989 wird das Lied spontan beim Fall der "Berliner Mauer" wieder gesungen, um die Vereinigungsfreude auszudrücken.
    1991 wird die dritte Strophe der Hymne laut Bundesgesetzblatt zur Nationalhymne des gesamten Deutschlands.
  5. Beginnend mit den 1920er Jahren, besonders in den Jahren 1933 bis 1945 wurden die revolutionären und begründeten Forderungen von 1841 diskriminiert und missbraucht.
  6. In der ersten Strophe nannte Hoffmann von Fallersleben das Ziel: einen starken deutschen Einheitsstaat für den es zu kämpfen galt: "Deutschland, Deutschland über alles". Es war die Sorge für ein Vaterland gedichtet.
    Von den Nationalsozialisten wurde es zur Begründung der Vorherrschaft einer germanischen Herrenrasse in der ganzen Welt missbraucht.
  7. Danach spricht Hoffmann von Fallersleben vom Gebiet für das geeinte Vaterland, der Staat sollte jene Kleinstaaten umfassen in dem 1841 Deutsche und Deutschsprachige lebten: "Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt".
    Von den Nationalsozialisten wurde dieser Text missbraucht, um revisionistische Ansprüche gegen den Versailler Vertrag zu begründen, 1933 wurden damit die revanchistischen zum Kriege treibenden Ansprüche auf das französische Lothringen, das italienische Tirol, dänisches Jütland und polnisches, litauisches und lettisches Gebiet gestellt.
  8. In der zweiten Strophe werden die Symbole genannt, die die Einheit der deutschen Nation begründen: "Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang".
  9. In der dritten Strophe schließlich fasste Hoffmann von Fallersleben die Grundlagen für ein parlamentarisches, gesamtdeutsches Vaterland, wie es die Burschenschaften in Opposition zum bestehenden System anstrebten: "Einigkeit und Recht und Freiheit".
    Einzig diese Worte der dritten Strophe waren nach dem von Deutschland herausgeforderten Weltkrieg noch nennenswerte Prinzipien.
  10. Der vollständige Text von Hoffmann von Fallersleben:

    Deutschland, Deutschland über alles,
    über alles in der Welt,
    wenn es stets zu Schutz und Trutze
    brüderlich zusammen hält.
    Von der Maas bis an die Memel,
    von der Etsch bis an den Belt.
    Deutschland, Deutschland über alles,
    über alles in der Welt.

    Deutsche Frauen, deutsche Treue,
    deutscher Wein und deutscher Sang,
    sollen in der Welt behalten
    ihren alten schönen Klang.
    Uns zu edler Tat begeistern
    unser ganzes Leben lang.
    Deutsche Frauen, deutsche Treue,
    deutscher Wein und deutscher Sang.

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    für das deutsche Vaterland!
    Danach lasst uns alle streben
    brüderlich mit Herz und Hand!
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    sind des Glückes Unterpfand
    Blüh' im Glanze dieses Glückes,
    blühe, deutsches Vaterland!




Ein Nationallied aus der Revolution von 1848

In Kümmernis und Dunkelheit
Schwarz - Rot - Gold
Text: Ferdinand Freiligrath, London, 17. März 1848
Musik: Robert Schumann, 4. April 1848

In Kümmernis und Dunkelheit,
Da mußten wir sie bergen!
Nun haben wir sie doch befreit,
Befreit aus ihren Särgen!
Ha, wie das blitzt und rauscht und rollt!
Hurra, du Schwarz, du Rot, du Gold!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist das alte Reichspanier,
Das sind die alten Farben!
Darunter haun und holen wir
Uns bald wohl junge Narben!
Denn erst der Anfang ist gemacht,
Noch steht bevor die letzte Schlacht!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Ja, die das Banner ihr gestickt,
Ihr Jungfern unverdrossen,
Derweil am Feuer wir gebückt
Uns Flintenkugeln gossen:
Nicht, wo man singt nur oder tanzt,
Geschwungen sei’s und aufgepflanzt! -
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Denn das ist noch die Freiheit nicht,
Die Deutschland muß begnaden,
Wenn eine Stadt in Waffen spricht
Und hinter Barrikaden:
»Kurfürst, verleih! Sonst – hüte dich! -
Sonst werden wir – – großherzoglich!«
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
Die ungeteilte, ganze,
Wenn man ein Zeughaustor erbricht,
Und Schwert sich nimmt und Lanze;
Sodann ein Weniges sie schwingt,
Und – folgsamlich zurück sie bringt!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
Wenn ihr an Brockhaus’ Glase
Ausübt ein klirrend Strafgericht
Ob einer Dresdner Nase!
Was liegt euch an dem Sosius?
Drauf: – in die Hofburg Stein und Schuß!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
Wenn man, statt mit Patronen,
Mit keiner andern Waffe ficht,
Als mit Petitionen!
Du lieber Gott: – Petitioniert!
Parlamentiert, illuminiert!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
Sein Recht als Gnade nehmen
Von Buben, die zu Recht und Pflicht
Aus Furcht nur sich bequemen!
Auch nicht: daß, die ihr gründlich haßt,
Ihr dennoch auf den Thronen laßt!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Die Freiheit ist die Nation,
Ist aller gleich Gebieten!
Die Freiheit ist die Auktion
Von dreißig Fürstenhüten!
Die Freiheit ist die Republik!
Und abermals: die Republik!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Die eine deutsche Republik,
Die mußt du noch erfliegen!
Mußt jeden Strick und Galgenstrick
Dreifarbig noch besiegen!
Das ist der große letzte Strauß -
Flieg aus, du deutsch Panier, flieg aus!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Zum Kampfe denn, zum Kampfe jetzt!
Der Kampf nur gibt dir Weihe!
Und kehrst du rauchig und zerfetzt,
So stickt man dich aufs neue!
Nicht wahr, ihr deutschen Jungfräulein?
Hurra, das wird ein Sticken sein!
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!

Und der das Lied für euch erfand
In einer dieser Nächte,
Der wollte, daß ein Musikant
Es bald in Noten brächte!
Heißt das: ein rechter Musikant!
Dann kläng’ es hell durchs deutsche Land:
Pulver ist schwarz,
Blut ist rot,
Golden flackert die Flamme!



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